Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wissenschaftsjournalismus

Größtmögliche Freude über den Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wissenschaftsjournalismus 2021!

Seit einigen Jahren widme ich mich der Aufgabe eine neue Form des Wissenschaftsjournalismus zu erarbeiten. Ein Journalismus, der seine Leserinnen und Leser auf eine Reise zu mehr Erkenntnis mitnimmt, statt sie in die Position nur passiven Konsums zu verbannen. Dafür nutze ich mein Wissen um Erzähltechniken: Eine gut erzählte wahre Geschichte vermeidet den Frontalunterricht, sie lädt Leserinnen und Leser ein und schenkt ihnen das Abenteuergefühl einer Exkursion.

Herausragendes Erzählen und tiefe Recherche, Geschichten mit Sog und die Belastbarkeit penibler Faktentreue – das sind doch Gegensätze, heißt es oft. Immer wieder spiegelten mir Kolleginnen und Kollegen gar: Beides miteinander vereinen zu wollen, das sei absurd. Fesselnder Erzähljournalismus und präziser Wissenschaftsjournalismus, das schließe sich nahezu aus.

Im vergangenen Jahr wurde mir der wichtigste Preis für Wissenschaftsjournalismus im deutschsprachigen Raum verliehen. Ausgezeichnet wurden stellvertretend für meine Arbeit drei Erzähltexte; erschienen sind sie in der ZEIT, im ZEITmagazin und Science Notes.

Foto: Phil Dera/ Holtzbrinck Berlin – Verleger Stefan von Holtzbrinck und Manuel Stark (li.)

Von der Holtzbrinck-Verlagsgruppe heißt es zur Jurybegründung:

Manuel Stark, Jg. 1992, freier Autor und Redakteur bei ZEIT Green, wird in Anerkennung seiner herausragenden wissenschaftsjournalistischen Arbeiten mit dem Georg von Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus 2021 in der Kategorie Nachwuchs ausgezeichnet. Manuel Starks Texte vermitteln auf vorbildliche Weise die Faszination für wissenschaftliche Forschung und überzeugen durch eine klare Sprache, tiefgehende Recherche und Vielseitigkeit bei der Themenwahl. So trägt er mit seinen Arbeiten dazu bei, Wissenschaft nicht nur zu vermitteln, sondern sie für eine breite Öffentlichkeit gut verständlich im Alltag zu verorten und ihre Bedeutung zu begründen.

Sein in DIE ZEIT veröffentlichter Beitrag „Was heißt hier ‚autistisch‘?“ untersucht gesellschaftliche Missverständnisse, erklärt differenziert den Erkenntnisstand der Forschung zum Asperger-Autismus um dann in beeindruckender Weise diese Erkenntnisse aus seiner persönlichen Erfahrung heraus zu beleuchten.

Das drängende Thema der abnehmenden Artenvielfalt vermittelt Manuel Stark in seinem im ZEITmagazin erschienen Text Gut gebrüllt, Hamster!“, indem er einen konkreten Konflikt zwischen dem Artenschutz des vom Aussterben bedrohten Feldhamsters einerseits und dem notwendigen Wohnungsbau andererseits eingehend beleuchtet.

Sein dritter Beitrag „Leben nach dem Tod“, bei Science Notes veröffentlicht, behandelt ebenfalls die Artenvielfalt und überrascht durch die Wahl eines bisher selten beleuchteten Wissenschaftsbereichs: die Kadaverökologie. Manuel Stark erklärt mit seinem Artikel nicht nur den Zusammenhang von mehr Tierkadavern im Wald und der Artenvielfalt, sondern gibt den Leser*innen darüber hinaus ein tiefes Verständnis des Ökosystems Wald.

ZEIT-Text gewinnt Coburger Medienpreis

Der Text „meine Oma ist eine ganz normale Rentnerin. Warum geht sie putzen?“, erschienen in der DIE ZEIT behandelt Altersarmut aus einer neuen Perspektive.

Und aus einer persönlichen.

Ich skizziere darin die Spurensuche, die mich zurück in die Heimat trieb. Um eine Antwort zu finden auf die Frage: Warum muss Oma, eine Frau über 70, der schon größere Runden Spazierengehen schwerfallen, warum muss sie putzen gehen, um sich die Rente aufzubessern?

Der Text wurde von einem Millionenpublikum rezipiert. Bundesweit griffen mehrere Medien den Beitrag auf. Die ARD lud Oma in eine Talkshow ein und verhandelte auch an ihrem Beispiel das Auseinanderklaffen von Arm und Reich im Alter.

Deswegen wurde der Beitrag nun in der Kategorie „Wellenschläger“ des Coburger Medienpreises ausgezeichnet. Gratulation auch an die weiteren Mitnominierten von SPIEGEL, Süddeutsche Zeitung, NDR, BR und FAZ!

Die virtuelle Preisverleihung vom 22. April 2021 lässt sich nachträglich noch einmal als Video ansehen.

Nominiert für den Reporterpreis 2020

Der Text „Gut gebrüllt, Hamster!“ erschien am 28. November im ZEITmagazin (ZEIT Nr. 49/2019).

Die Reportage handelt über den Wunsch des Menschen nach bezahlbarem Wohnraum in der Stadt – und den Raub des Lebensraums einer bedrohten Art, die damit einhergeht.

Der Feldhamster stirbt. Weltweit verschwindet er von immer größeren Flächen. Warum?

Das Porträt einer bedrohten Art, die verschwindet, wurde nun für den Deutschen Reporterpreis nominiert. Er gehört zu den ausgewählten Texten in der Kategorie Wissenschaftsreportage.

Top30bis30 – Gewählt unter die besten Nachwuchs-Journalisten des Landes

Das Medium-Magazin, das bedeutenste Branchen-Magazin des deutschsprachigen Journalismus, wählt jedes Jahr die 30 besten Nachwuchstalente bis 30 Jahre. Dieses Jahr ist auch Manuel Stark unter den Top30 bis 30 dabei. Eine vollständige Liste aller ausbezeichneten Journalisten und Journalistinnen findet sich in der Pressemitteilung des Oberauer-Verlags, welcher das Medum-Magazin herausgibt.

Große Freude!!!

NEUGRÜNDUNG: Autorengemeinschaft – Hermes Baby

It’s a baby! Hermes Baby!

Foto: Rafael Heygster

Wir haben Hermes Baby gegründet! Eine Autorengemeinschaft für gute Geschichten, die sich dem Erzählen verschrieben hat. Unsere Geschichten sollen nicht nur als große Reportage in Print, Radio, TV oder Online erscheinen, sondern auch inszeniert werden als Theaterstück oder als Ausstellung durch Deutschland touren. Weil Kreativität eben auch bedeutet, nie Ruhe zu geben und ständig zu versuchen, mit dem Erwartbaren zu brechen.

Der Journalismus unserer Zeit hat für solche Experimente zu selten den Mut. Das wollen wir ändern. Mit Storytelling, Sinn für Spache und Dramaturgie und kreativem Zugang zu Themen. Vor allem anderen aber: mit einem fetten WIR, das wir der teilweise vorhandenen Ellenbogen-Mentalität in der Journalismus-Branche entgegenstellen wollen.

Denn: Gemeinsam sind wir stärker als alleine. Und mehr Spaß macht es obendrein!

Auch deswegen freue ich mich sehr, diese tolle, neue Gemeinschaft als Textchef unterstützen zu dürfen!

Gegründet haben wir uns offiziell am 23.11.2019 – mit einer wunderbaren Party und vielen Gästen in einem supertollen Atelier in Hamburg-Altona. Schaut doch mal rein: HERMES BABY!

Helmut-Stegmann-Preis für „Geteiltes Leid“

Freude! Am Freitag, den 30. November, bin ich auf dem Jahrestreffen des Förderkreises der Deutschen Journalistenschule mit dem Helmut-Stegmann-Preis ausgezeichnet worden. Der Journalistenpreis würdigt den besten Text eines Schülers während der Ausbildung an einer der in Deutschland anerkannten Journalistenschulen.

Mein Text: die Reportage „Geteiltes Leid„, erschienen am 22.12.2017 im Süddeutsche Zeitung Magazin.
Ich freue mich wahnsinnig!

Mehr Infos zum Preis gibt es beim Bayerischen Journalisten Verband:
Aktuell: Manuel Stark gewinnt Helmut-Stegmann-Preis